2009 scheint das Schlagzeilen-Jahr von Nokia zu sein. Es vergeht kaum eine Woche, in der die Finnen nicht mit neuen Meldungen überraschen oder schockieren. Erst sind es die eigenen Mitarbeiter, die mittels Lex Nokia und zweifelhaften Vorgehensweisen unter Aufsicht gestellt werden, dann Konkurrenten wie Apple oder RIM und nun hat man „skrupellose” Freeware-Anbieter ins Auge gefasst. Schließlich muss ja irgendjemand dafür verantwortlich sein, dass kaum noch Nokia-Handys gekauft werden.
Im Internet findet sich jede Menge Kostenloses und es gibt immer mehr Firmen, die Kunden entsprechende Inhalte anbieten. Eine Kultur, die Nokia nun stark kritisiert. Die „Werte der Mobilfunkindustrie” würden damit geschädigt werden. Die Finnen haben nämlich entdeckt, dass sie sich neben dem Verkauf von Handys auch noch auf andere Geschäftsmodelle konzentrieren müssen und der Erfolg des Ovi-Stores durch Freeware-Anbieter gefährdet wird. Handykunden, die kein Geld für Applikationen ausgeben wollen, sind demnach die größten Konkurrenten der Finnen.
Außerdem begreift man bei Nokia so allmählich, dass auch andere den Titel „Marktführer” inne haben wollen und der Vorsprung zu Apple und Co. schmilzt. Tero Ojanperä, Vorstand bei Nokia, gibt sich deshalb betont optimistisch und verrät, dass für 2012 mit rund 300 Millionen aktiven Ovi-Nutzern gerechnet wird.
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