Es könnte ein interessantes Battle werden: Als Reaktion auf die „Comes With Music”-Flatrate von Nokia hat Vodafone am 18. Mai eine eigene Musik-Flatrate gestartet, bei der monatlich unbegrenzt Musik heruntergeladen werden kann. Wir haben uns beide Dienste mal genauer angesehen und sowohl Vor- als auch Nachteile aufgelistet.
„Comes With Music” ist ein gut durchdachtes Projekt mit einem Kontingent von unglaublichen fünf Millionen Songs, das Musikliebhaber verstärkt in die geschwächten Arme von Nokia treiben dürfte. Die Musik-Flatrate läuft ein Jahr und alle Songs, die in dieser Zeit heruntergeladen werden, dürfen auch danach weiterhin genutzt werden. Großer Nachteil der Nokia-Musik-Flatrate: Das Abo gibt es nur beim Kauf von vier bestimmten Nokia-Modellen (Nokia 5800 XpressMusic, N95 8GB, N79 und 5630 XpressMusic) und somit kostet die Flatrate, je nach Handy, zwischen 90 und 115 Euro/Jahr. Wichtig ist zudem ein günstiger Datentarif, damit der Direkt-Download nicht zu teuer wird.
Bei Vodafone kann die Musik-Flatrate sowohl auf dem Handy als auch auf dem PC genutzt werden und mit den Musikmanagern „Vodafone Music Manager” oder dem „Music Mobile Client” verwaltet und synchronisiert werden. Für nur 8,99 Euro monatlich kann unbegrenzt Musik heruntergeladen werden. Mit einer Auswahl von einer Million Songs stehen allerdings deutlich weniger Titel als bei Nokia zur Auswahl. Zur Nutzung des Dienstes muss zudem der Daten-Tarif „Happy Live UMTS” dazu gebucht werden. Der große Nachteil der Vodafone-Musik-Flatrate: Es handelt sich weniger um ein Abo als vielmehr um einen Mietdienst. Alle Songs sind kopiergeschützt und können nach der Kündigung des Dienstes nicht mehr angehört werden!
Fazit: Wer ohnehin die Anschaffung eines der vier „Comes With Music”-Modelle von Nokia plant, ist mit der finnischen Musik-Flatrate gut bedient. Ob sich die Vodafone-Flatrate mit kopiergeschützten Songs allerdings wirklich lohnt, ist fraglich. Schließlich gibt es für 99 Cent/Song auch Musik ohne DRM.
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