Im Juli, pünktlich zum Sommerurlaub, könnten viele Urlauber bald häufiger zum Handy greifen. Das Europäische Parlament hat am 22. April beschlossen, dass viele Mobilfunkanbieter ihre Preise senken müssen. Das betrifft sowohl Telefonate als auch SMS und das Herunterladen von Daten. Preissenkungen von bis zu 60 Prozent sollen drin sein und die Handynutzung im Ausland deutlich billiger machen.
Hintergrund der Regelung ist, dass der Markt dank niedriger Preise weiter wachsen soll und Europa zu einem noch attraktiveren Kontinent für Mobiltelefonierer wird, so EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso. Anbieter wie T-Mobile oder Vodafone lehnen einen derartigen Eingriff in den Markt allerdings ab und sind der Meinung es gebe bereits genug Wettbewerb, ein Preisdiktat sei also nicht notwendig.
Bereits im letzten Jahr hatte die EU-Kommission eine Frist zur freiwilligen Senkung der Preise gesetzt. Diese hatte aber kaum ein Anbieter befolgt, obwohl eine Auslands-SMS mit 80 Cent nicht begründbar und glatter Wucher ist. Ab Juli 2009 dürfen SMS-Nachrichten nicht mehr als 40 bzw. 19 Cent (ohne Mehrwertsteuer) kosten. Bis 2011 ist eine Senkung auf 35 bzw. 11 Cent vorgesehen.
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